Controlling

ABM neu gedacht: Warum wir neue Formen gesellschaftlicher Mitverantwortung brauchen

Der Begriff ABM hat in Deutschland eine lange Geschichte. Viele erinnern sich an die „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ der 1980er und 1990er Jahre: staatlich finanzierte Übergangsjobs, oft ohne echte Perspektive, häufig als Notlösung empfunden. Doch die Welt hat sich verändert – und mit ihr die Anforderungen an Arbeit, Sinn und gesellschaftliche Teilhabe.In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz immer mehr Tätigkeiten übernimmt, brauchen wir ein neues Verständnis davon, was Menschen in einer modernen Gesellschaft leisten können und sollen. Nicht als Ersatz für Maschinen, sondern als Ergänzung zu dem, was Technologie nicht kann: Beziehung, Verantwortung, Orientierung, Empathie.Deshalb schlage ich eine neue Bedeutung von ABM vor:—ABM = Aufgaben für gesellschaftliche Beteiligung und MitverantwortungDiese neue Definition löst sich bewusst vom alten Bild der „Beschäftigung um der Beschäftigung willen“. Sie beschreibt Tätigkeiten, die echte menschliche Präsenz brauchen – und die gleichzeitig unsere sozialen Strukturen stärken.Dazu gehören zum Beispiel:- Mentoring und Erfahrungstransfer zwischen Generationen – Nachbarschaftshilfe und lokale Unterstützung – Bildungsbegleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene – Gemeinwohlprojekte in Kultur, Umwelt und Sozialem – Engagement in Mehrgenerationenhäusern – Rollen, die Gemeinschaft, Dialog und Orientierung fördern Diese Aufgaben sind nicht künstlich geschaffen. Sie sind real, notwendig und gesellschaftlich wertvoll. Und sie werden in einer KI‑geprägten Welt sogar noch wichtiger.—Warum wir diese neue Form von ABM brauchen1. Weil Arbeit mehr ist als ErwerbArbeit stiftet Identität, Struktur und Selbstwirksamkeit. Wenn klassische Tätigkeiten wegfallen, müssen neue Räume entstehen, in denen Menschen sich als wirksam erleben.2. Weil Gemeinschaft ohne Beteiligung zerfälltViele soziale Aufgaben bleiben heute unbesetzt, obwohl sie dringend gebraucht werden. Eine moderne ABM schafft dafür verlässliche Strukturen.3. Weil KI menschliche Präsenz nicht ersetzen kannEmpathie, Beziehung, Orientierung – all das bleibt zutiefst menschlich. Genau hier entstehen neue Rollen.4. Weil Teilhabe ein Grundpfeiler einer stabilen Gesellschaft istMenschen, die gebraucht werden, fühlen sich verbunden. Menschen, die nicht gebraucht werden, ziehen sich zurück.—Ein neues Verständnis von WertDie neue ABM ist kein arbeitsmarktpolitisches Instrument. Sie ist ein gesellschaftliches Entwicklungsprojekt.Es geht nicht darum, Menschen zu beschäftigen. Es geht darum, Menschen Bedeutung zu geben.In einer Welt, in der Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, müssen wir den Wert des Menschlichen neu definieren. Nicht als Produktionsfaktor, sondern als soziales, kreatives, verantwortliches Wesen.

Der Begriff ABM hat in Deutschland eine lange Geschichte. Viele erinnern sich an die „Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen“ der 1980er und 1990er Jahre: staatlich finanzierte Übergangsjobs, oft ohne echte Perspektive, häufig als Notlösung empfunden.
Doch die Welt hat sich verändert – und mit ihr die Anforderungen an Arbeit, Sinn und gesellschaftliche Teilhabe.

In einer Zeit, in der Künstliche Intelligenz immer mehr Tätigkeiten übernimmt, brauchen wir ein neues Verständnis davon, was Menschen in einer modernen Gesellschaft leisten können und sollen. Nicht als Ersatz für Maschinen, sondern als Ergänzung zu dem, was Technologie nicht kann: Beziehung, Verantwortung, Orientierung, Empathie.

Deshalb schlage ich eine neue Bedeutung von ABM vor:


ABM = Aufgaben für gesellschaftliche Beteiligung und Mitverantwortung

Diese neue Definition löst sich bewusst vom alten Bild der „Beschäftigung um der Beschäftigung willen“.
Sie beschreibt Tätigkeiten, die echte menschliche Präsenz brauchen – und die gleichzeitig unsere sozialen Strukturen stärken.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Mentoring und Erfahrungstransfer zwischen Generationen
  • Nachbarschaftshilfe und lokale Unterstützung
  • Bildungsbegleitung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Gemeinwohlprojekte in Kultur, Umwelt und Sozialem
  • Engagement in Mehrgenerationenhäusern
  • Rollen, die Gemeinschaft, Dialog und Orientierung fördern

Diese Aufgaben sind nicht künstlich geschaffen. Sie sind real, notwendig und gesellschaftlich wertvoll. Und sie werden in einer KI‑geprägten Welt sogar noch wichtiger.


Warum wir diese neue Form von ABM brauchen

  1. Weil Arbeit mehr ist als Erwerb
    Arbeit stiftet Identität, Struktur und Selbstwirksamkeit.
    Wenn klassische Tätigkeiten wegfallen, müssen neue Räume entstehen, in denen Menschen sich als wirksam erleben.
  2. Weil Gemeinschaft ohne Beteiligung zerfällt
    Viele soziale Aufgaben bleiben heute unbesetzt, obwohl sie dringend gebraucht werden.
    Eine moderne ABM schafft dafür verlässliche Strukturen.
  3. Weil KI menschliche Präsenz nicht ersetzen kann
    Empathie, Beziehung, Orientierung – all das bleibt zutiefst menschlich.
    Genau hier entstehen neue Rollen.
  4. Weil Teilhabe ein Grundpfeiler einer stabilen Gesellschaft ist
    Menschen, die gebraucht werden, fühlen sich verbunden.
    Menschen, die nicht gebraucht werden, ziehen sich zurück.

Ein neues Verständnis von Wert

Die neue ABM ist kein arbeitsmarktpolitisches Instrument.
Sie ist ein gesellschaftliches Entwicklungsprojekt.

Es geht nicht darum, Menschen zu beschäftigen.
Es geht darum, Menschen Bedeutung zu geben.

In einer Welt, in der Maschinen immer mehr Aufgaben übernehmen, müssen wir den Wert des Menschlichen neu definieren.
Nicht als Produktionsfaktor, sondern als soziales, kreatives, verantwortliches Wesen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert